Geistliches Wort

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

nicht häufig sehen wir Männer weinen. „Du musst tapfer sein“, hieß es oft. Oder gar „ein Mann weint nicht“. Vielfach entwickelte sich dann bei den Jungen ein Schamgefühl, sodass diese selbst als erwachsene Männer sich nicht mehr zu weinen wagen. Im Laufe der Zeit entstand so in unserer Gesellschaft ein anzufragendes Männerbild. Gleichzeitig haben andere nicht gelernt Männertränen auszuhalten.

Doch warum sollten Männer nicht einmal einen Verlust, Einsamkeit oder gar ihre Wut auch mit Tränen ausdrücken können? Selbst Jesus hat geweint! Der kürzeste Vers im Johannesevangelium, der uns als Wochenspruch für März begegnet, berichtet dies.

Auch wenn die meisten diesen Vers möglicherweise in die Passionsgeschichte einordnen würden, steht er doch bei der Lazarusgeschichte: Lazarus war gestorben und lag bereits im Grab. Jesus nannte Lazarus seinen Freund. Plötzlich war dieser nicht mehr da. In Jesus war eine Welt zerbrochen, vielleicht sogar das Vertrauen in seinen himmlischen Vater. Und vielleicht fragte er sich, wie Gott solches zulassen könne. Immerhin wird Lazarus ein junger Mann gewesen sein, der sein Leben noch vor sich hatte! Nun aber war sein Leben zu Ende gegangen – Gemeinschaft zwischen ihm und Jesus wurde genommen. Darum weint Jesus.

Doch da geschieht etwas. Jesus nämlich war mit Marta und Maria, der Schwester von Lazarus, zusammen. Alle drei trauerten. Plötzlich aber muss Marta voll des Trostes gewesen sein, sagt sie doch zu Jesus, dass Lazarus immerhin bei der Auferstehung am Jüngsten Ta­ge auferstehen werde. Allerdings antwortete Jesus: „Ich bin die Auferstehung und das Le­ben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.“

Ein Widerspruch? Gewiss nicht, denn Jesus verneint kein ewiges Leben nach dem Tod. Nur macht diese Szenerie mit Jesus und Marta deutlich, dass mit ihm bereits in dieser Welt neues Leben möglich ist: Wer sich auch in Momenten der Trauer zu Jesus hält, erlebt schon jetzt Momente aus der Ewigkeit! Auf diese Weise erschließen sich uns die Tränen Jesu nicht als Schwäche, sondern als Moment seines Mit-Seins und zugleich als Zufluss von ewig-göttlicher Kraft. Marta verspürte diese Energie, die selbst vom trauernden Jesus ausgeht: Jesus empfindet mit uns. Von da an wusste sie, dass die Gemeinschaft mit Jesus ihr Leben hält. Selbiges gilt auch für uns: Wer weint, erwacht schon jetzt zu neuem Leben. Wer weint, erfährt Erleichterung, denn so löst sich, was verkrustet ist, und neue Sichtweisen werden frei. In Jesus sind uns selbst angesichts von Not und Tod Begegnungen mit dem Ewigen zugesagt! Selbst am Leben zerbrochene Menschen werden heute auferstehen, wenn sie gemeinsam mit Jesus ihr Leben neu wagen.

Eine segensreiche Passionszeit wünscht Ihnen, auch im

Namen des Kirchenvorstandes

Ihr Pfarrer Jan Schober

Monatsspruch Februar




Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“

5. Mose 26,11

Monatsspruch März



Da weinte Jesus.“

Johannes 11,35

Willkommen & Abschied

Mitarbeiterwechsel im Kindergarten

seit Juni 2017 hat Frau Angela Tittes viele Kinder in unserer Einrichtung liebevoll begleitet.
Von Herzen sagen wir Danke für Ihre wertvolle Arbeit, Ihr Engagement und die vielen schönen Momente, die wir miteinander erleben durften.

Am 25. Januar 2026 haben wir Frau Tittes im Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Möge Gott den neuen Lebensabschnitt mit viel Freude und Segen füllen.

Zugleich hießen wir Frau Sarah Huster in unserem Kindergarten und in unserer Gemeinde willkommen. Auch Ihr wünschen wir Gottes reichen Segen für ihr Tun.

Frau Huster ist Sozialpädagogin und Erzieherin und freut darauf, unseren Kindergartenalltag der Kirchenmäuse mitzugestalten.
Frau Huster hat ihre Ausbildung in Marburg absolviert und seither in einer Wohngruppe sowie im Grundschulkontext gearbeitet. Sie mag es, die Welt mit Kinderaugen zu betrachten, durch Kinderfragen herausgefordert zu sein und die vielfältigen Potentiale, die in jedem schlummern, zu entdecken und zu stärken.

Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter den Rufnummern
0800-111-0-111 und 0800-111-0222
erreichbar.

Neuer Ausbildungskurs beginnt

Was viele nicht wissen: Die Telefonseelsorge oder Chatseelsorge ist ein Ehrenamt.


Damit das Angebot des telefonischen Zuhörens und Beratens weiterhin bestehen kann, werden Ehrenamtliche für den nächsten Ausbildungskurs, beginnend März/April 2026 gesucht.

Die Ausbildung geht über ca. 9 Monate, ist für die Teilnehmenden kostenfrei und über den Trägerverein Stadtmission hinaus anerkannt.

Wenn Sie die Aufgabe interessiert, melden Sie sich gerne bei uns.

Wir bieten:

  • eine kostenfreie, qualifizierte Ausbildung für den Dienst als TelefonSeelsorger:in
  • ca. 30,- € Aufwandsentschädigung
  • hauptamtliche Mitarbeitende als feste Ansprechpartner:innen
  • regelmäßige Weiterbildungen, Supervisionen, Fallbesprechungen
  • zusätzliche Veranstaltungen

Wir wünschen uns:

  • die Bereitschaft zuzuhören und über sich und seine Mitmenschen etwas zu lernen

Kontakt:

Ansprechpersonen: Iris Ciesielski, Susanne Lipp

Telefon: 0371 4046434 oder 0177 914 00 72

E-Mail: ts@stadtmission-chemnitz.de

Raum für Trauer

Für trauernde Menschen findet am Freitag, dem 13. März, 17:00 – 18:00 Uhr in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi eine ökumenische Gedenkfeier statt.

Diese Gedenkfeier soll uns zusammenführen, um der Verstorbenen zu gedenken, die in unseren Herzen sind.

Es ist ein Moment, innezuhalten und die kostbaren Erinnerungen, die uns mit ihnen verbinden, in Dankbarkeit zu bewahren. Die Gemeinschaft und das Gefühl in unserem Schmerz nicht allein zu sein, können Trost geben.

Darüber hinaus laden wir Sie ein, den Namen Ihres verstorbenen Angehörigen oder Freundes in ein besonderes Gedenkbuch einzutragen. Dieses Buch wird in der Kirche aufbewahrt und soll als bleibendes Symbol der Erinnerung dienen.

Text: Doreen Moschke
Katharina Schindler, Mitglied Team Notfallseelsorge

Sieben Wochen ohne

Millionen Menschen lassen sich jährlich mit „7 Wochen Ohne“, der Fastenaktion der evangelischen Kirche, aus dem Trott bringen.

Sie verzichten nicht (nur) auf Schokolade oder Nikotin, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf: sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben.

Mitmachen!

Seit ca. 40 Jahren lädt „7 Wochen Ohne“ dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten.

Die diesjährige Fastenaktion steht unter dem Motto Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Panik“.

  • Der Fastenkalender „7 Wochen Ohne“ begleitet Sie dabei 47 Tage lang mit Denkanstößen in Text und Bild.
  • Der Gottesdienst wird auch als ZDF-Gottesdienst live übertragen – für alle, die nicht vor Ort dabei sein können.
  • Wöchentliche Impulse zu den Wochenthemen können Sie als Fastenmail abonnieren.
  • In der Fastengruppen-Suche finden Sie aktive Gruppen und (digitale) Veranstaltungen während der Aktion und andere Teilnehmer zum Austausch.

Mehr Informationen unter www.7wochenohne.evangelisch.de

Winterkirche bis Anfang März

Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung am 09.01.2026 beschlossen, dass die Sonntagsgottesdienste ab 18.01.2026 bis einschließlich 01.03.2026 im Gemeindehaus gefeiert werden. Davon ausgenommen sind die Familiengottesdienste. Wir versprechen uns davon eine Reduzierung des Energieverbrauchs in der kalten Jahreszeit.

Bitte beachten Sie auch die Aushänge.

Pfarrvakanz

Nach mehreren – leider erfolglosen – Stellenausschreibungen wurde unsere Pfarrstelle zuletzt im Dezember 2025 im Amtsblatt der sächs. Landeskirche ausgeschrieben.

Für unsere Gemeinde ist die Zeit, in der unsere Pfarrstelle unbesetzt ist, eine besondere Herausforderung. Vertretungen für Gottesdienste und Andachten, für Gemeindekreise und Seelsorge müssen gesucht und gefunden werden. Auch die Gemeindeleitung und die Führung der Beschäftigten ist neu zu organisieren.

Unser Kirchenvorstand ist bemüht, die in der Gemeinde entstandene Lücke schnellstmöglich wieder zu schließen. Die Zeit der Vakanz bietet für uns aber auch die Chance, bislang verborgene Potentiale und Fähigkeiten innerhalb der Gemeinde zu entdecken und zu nutzen. Denn: nur wenn alle mithelfen, können wir unser buntes Gemeindeleben aufrecht erhalten. Bei Fragen und Anregungen sind die Mitglieder des Kirchenvorstandes stets ansprechbar.

Im Juni 2023 haben wir unsere Pfarrerin, Frau Jutta Gildehaus, an ihre neue Wirkungsstätte in Zeithain verabschiedet. Wir wünschen ihr für ihre neue Tätigkeit Gottes Segen!

In den zurückliegenen Jahren war als Vakanzvertreter für unsere Gemeinde Herr Pfarrer Martin Schanz aus unserer Schwesterkirchgemeinde St. Georg in Chemnitz-Rabenstein bestimmt. Er hat den Staffelstab nun weitergegeben und wir danken Herrn Pfr. Schanz sehr herzlich für seinen Dienst in unserer Gemeinde.

Seit Mai 2025 ist Pfarrer Jan Schober aus der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde als Vakanzvertreter bestellt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen Herrn Pfr. Schober Gottes Segen für diese zusätzliche Aufgabe.

Nach Einbruch in St. Matthäus-Kirche

Die Tuba ist wieder da

Nachdem am Heiligen Abend bzw. in der Nacht zum 1. Weihnachtstag in die St. Matthäus-Kirche eingebrochen und eine Tuba gestohlen wurde, gibt es in zwischen gute Nachrichten: die Tuba wurde von der Polizei gefunden.

Vorausgegangen war der Hinweis eines Zeugen, der das Instrument in einem Inserat auf einer Online-Plattform für private Verkäufe entdeckt hatte.

Die Polizei ging dem Hinweis nach. Obwohl das Inserat schon nach wenigen Stunden wieder von der Plattform gelöscht war, gelang des den Ermittelnden die Urheber des Angebotes ausfindig zu machen. Bei einer Hausdurchsuchung konnte unser Instrument schließlich sichergestellt werden.

Die beschädigte Tür wurde zwischenzeitlich gesichert. Die Instandsetzung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wir danken von Herzen allen, die sich in dieser Sache engagiert haben.